BlogVon Mai 2016 bis Juni 2019

Unser Programm wächst: Die ersten 12 Themenvorschläge beim BiolebensmittelCamp

Herzstück des BiolebensmittelCamps sind, wie bei allen BarCamps, die Sessions. Bisher wurden dafür von den Teilnehmern insgesamt 12 Themen eingereicht. Das freut uns ganz besonders, denn so wächst das Programm unseres Camps und wir bekommen einen ersten Eindruck davon, für welche Themen die Teilnehmer brennen. Gerne möchten wir heute einen kleinen Einblick gewähren – und freuen uns auf weitere Themenvorschläge von euch.

Wissen teilen, Wissen mitnehmen: Ein Motto unserer Veranstaltung. Foto: BiolebensmittelCamp

Die engagierten Themeneinreicher bei unserem BiolebensmittelCamp. Foto: BiolebensmittelCamp/Privat beigestellt

Themenschwerpunkt zur Nachhaltigkeit

Auch wenn der Begriff „Nachhaltigkeit“ manchmal inflationär verwendet wird, so kann er doch aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachtet werden. Es hat sich auch bereits ein interessanter Themenschwerpunkt zur Nachhaltigkeit bei unserem Camp entwickelt.

  • Sophie von Lilienfeld-Toal (Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik) möchte über Gütesiegel und die Sinnhaftigkeit eines Nachhaltigkeits-Siegels für die Bio-Branche diskutieren?
  • Michael Stober vom Landgut Stober sieht Nachhaltigkeit als Wert für das Gemeinwohl – anhand seines Hotelbetriebs will er über Nachhaltigkeit im Tourismus/Hotellerie diskutieren.
  • Katharina Reuter von UnternehmensGrün beschäftigt sich mit Nachhaltigkeit im globalen, wirtschaftlichen Kontext: Sie macht sich Gedanken darüber, wie politische Entscheidungen (Stichwort Handelsbeziehungen wie TTIP, etc.) nachhaltiges Wirtschaften beeinflussen und möchte darüber diskutieren.
  • Claudia Bschor von Sonnentor will in ihrer Session zeigen, dass Bio-Unternehmen der neuen Generation nachhaltig agieren können und trotzdem in ihrem Erfolg nicht eingeschränkt sind, sondern eher das Gegenteil der Fall ist. Sie wird dies am Beispiel Sonnentor tun.

Weil unser diesjähriges Motto „Erntezeit für frische Ideen“ ist, freut es uns besonders, dass wir auch der jungen, innovativen Generation an Bio-Unternehmern einen Raum geben können, ihre Ideen & Unternehmenskonzepte vorzustellen aber auch darüber zu diskutieren, wie bestehende Unternehmensleitbilder und -werte der Biopioniere weitergeführt werden können. Zudem wollen wir verschiedene Modelle der Betriebsnachfolge vorstellen.

Bio-Unternehmer einer neuen Generation

So etwa Alyssa Jade McDonald Bärtl, auch als Bean Queen bekannt,  die in ihrer Session über ihre Arbeit als Social Entrepreneur erzählt und wie sie mit ihren Fair-Trade-Kakaobohnen den Spagat zwischen ökologisch-fairem Anbau und positiven gesellschaftlichen Wandel in den Erzeugerländer (durch faire Entlohnung, Fortbildungsinitiativen, uvm.) schafft, und noch dazu erfolgreich wirtschaftet. Seit der Gründung ihres sozial nachhaltigen Unternehmens verfolgt sie das Ziel, Wissen über Schokolade neu zu definieren und für verbesserte Maßstäbe in der Herstellung von Nahrungsmitteln zu sorgen.

Foto: Vogl

Die Sunflower Company möchte die Sonnenblume als Alternative für Soja nutzen. Foto: Vogl

Ebenso spannend ist das Thema von Oliver Schenkmann: Mit der Sunflower Family macht er sich Gedanken darüber, welche Alternativen zu Soja für die steigende Anzahl an Vegetariern und Veganern in Europa denkbar sind. In seiner Session will er die Sonnenblume als heimische Alternative vorstellen und welche Auswirkungen die vegane/vegetarische Welle auf die Biobranche und die Gesellschaft hat?

Alle Themenvorschläge auf einen Blick

1. Matthias Neske, Vin Naturel – Wein für den Ausguss oder das einzig Wahre?
2. Alyssa Jade McDonald-Bärtl: How to increase quality and trade equality of natural cacao, farm direct and contribute to sustainable cacao futures.
3. Sophie von Lilienfeld-Toal: Is(s)t Bio nachhaltig?
4. Claudia Bschor: Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit – wie kann das funktionieren?
5. Fabian Breisinger: Warum Bio-Lebensmittel ein Qualitätsversprechen sind.
6. Carola Portenlänger, Ludwig Gruber: Bioqualität besser kommunizieren – junkiger, sakraler oder ganz anders?
7. Oliver Schenkmann: Weg vom Soja
8. Martina Merz: Change: Wertgemeinschaft statt Fachhandelstreue
9. Katharina Reuter: Ethisch Wirtschaften in der Bio-Branche und konkrete politische Bedrohungen
10. Barbara Landgraf und Matthias Schulze Dieckhoff: Bio & regional: Was geht, was nicht?
11. Michael Stober: Wettbewerbsvorteil Nachhaltigkeit – geht das?
12. Nadine Binias, Kati Drescher: PR für BioLebensmittel – Status Quo und Besonderheiten.

Auf geht’s! Themen können noch eingereicht werden

Bisher haben sich insgesamt 12 Personen durchgerungen und ein Thema eingereicht – teilweise auch zu zweit. Wer als Teilnehmer diese besondere Gelegenheit dafür nutzen möchte, etwas Positives zur Nachhaltigkeit unserer Veranstaltung beizutragen, kann noch ein Thema einreichen. Insgesamt können 18 Themensessions behandelt werden. Die Teilnehmer entscheiden vor Ort mittels Punkten.

Am Sonntag werden alle Ergebnisse der Sessions in Form von Thesen vorgestellt – auch im Web. Zudem werden wir nach dem Camp alle Sessions ausführlich in Blogbeiträgen als Expertenkommentar des jeweiligen Autors oder als Interview mit dem Session-Leiter aufgreifen. So erhalten die von den Teilnehmern gewählten Themen noch mehr Aufmerksamkeit innerhalb der Branche.

Wie man selber ein Thema einreicht, erfahrt ihr hier! Nur Mut! Gerne unterstützen wir bei allen Fragen – auch telefonisch.

Hier findet ihr die Teilnehmerliste des BiolebensmittelCamps!

Die gute Nachricht: Wer jetzt neugierig geworden ist, es gibt noch freie Plätze bei unserem Camp!