BlogFachartikel, Interviews und Einblicke für Biolebensmittel und Naturkost

Clean Eating – der neue Ernährungstrend, der auf unverarbeitete Lebensmittel setzt!

Katharina Motz ist selbstständige Ernährungsberaterin und Fitnesstrainerin und praktiziert selbst seit vielen Jahren „Clean Eating“: In den Kochtopf der Clean Eating-Expertin kommen fast ausschließlich möglichst unverarbeitete und natürliche Lebensmittel. Auf ihrer

Personal Training und Ernährungsberaterin Katharina Motz Foto: Motz

Katharina Motz ist ausgebildete Ernährungsberaterin und überzeugt von Clean Eating. Foto: Motz

Internetseite www.glüxmomente.com gibt es abwechslungsreiche Rezepte zum Nachkochen – natürlich alle „clean“ – sowie viele wertvolle Infos und Tipps für ein gesünderes, vitaleres Leben. Wir haben Sie zum Interview getroffen um mehr über den Clean-Eating Food Trend zu erfahren.

1.) Superfoods, Smoothies, Raw oder Clean Eating: Die Social-Media-Welt ist voll von Healthy-Lifestyle-Trends, Food-Fotografie und Fitnessgurus. Wie erklärst du dir den derzeitigen Gesundheitsboom? Wird Ernährung zur neuen Religion?

Eine sehr interessante Frage, die ja eigentlich schon einen höchstphilosophischen Touch hat. Ich finde diese Frage sehr relevant und habe mir selbst schon oft Gedanken dazu gemacht – gerade, wenn ich auf Instagram unterwegs bin. Ich versuche mal, ein paar Gedankenansätze dazu zusammen zu fassen:

Essen ist doch immer auch ein Statement!

Ich selbst erlebe bei der Arbeit als Ernährungsberaterin mit meinen Klienten immer wieder, wie intim die Ernährung doch ist. Ernährung ist viel mehr als nur die reine Nahrungsaufnahme. Wir definieren uns zum Teil dadurch. Wir leben heute dank Facebook, Instagram und Co in einer Zeit der öffentlichen Inszenierung. Was ich esse, beeinflusst gleichzeitig, was mein Gegenüber von mir denkt bzw. beurteilen auch wir selbst unsere Mitmenschen danach. Sind wir uns mal ehrlich: Essen ist doch immer auch irgendwie ein Statement zu Nachhaltigkeit, Tierschutz, Klimaschutz und sogar Politik: So wird der Bio- und Vollkorn-Anhänger gerne als der typische Grün-Wähler beschrieben und der Fleisch-Esser kann doch kein Tierschützer sein, weil das doch den Veganern vorbehalten ist…

Ich musste ziemlich über die meiner Meinung nach sehr gelungene Kampagne von Ikea im letzten Jahr schmunzeln, die genau diesen Drang nach Inszenierung und Selbstdarstellung in einem Werbespot auf den Arm genommen hat. Aber es ist ein ernster Hintergrund: Dank Social Media können wir eine Person darstellen, die wir gerne wären. Gesunde Ernährung ist Trend, zeugt wie ein durchtrainierter Körper von Disziplin und Ausdauer. Werte, die in unserer Gesellschaft noch immer ganz oben stehen und als erstrebenswert gelten.

Selfies und der Wahn nach perfektem Aussehen

Ob Frau oder Mann, Mädchen oder Bursche: Ein gutes, gesundes Aussehen und eine schlanke durchtrainierte Figur sind für viele das Ziel, das es zu erreichen gilt. Und das natürlich mit möglichst wenig Aufwand und stets auf der Suche nach der einen perfekten Lösung. Dafür posen Instagram-Starletts mit eingezogenem Bauch und dem Handy für das Selfie (natürlich so gehalten, dass man dank Perspektive und Schatten möglichst durchtrainiert und schlank erscheint) in der einen und dem grünen Smoothie in der anderen Hand und suggerieren dem Volke, dass man doch täglich einen Smoothie trinken sollte, um so perfekt auszusehen. Nur blöd, dass es im echten Leben keine Filter-Option gibt und vermutlich auch der Grund, weshalb man sich dann wieder auf die Suche nach einer neuen ultimativen Lösung zur Zielerreichung begeben muss. Bis dahin gilt: Fitnessgurus und Instagram-Stars werden plötzlich zu neuen Anführern ihrer bedingungslos folgenden Jüngerinnen und Jüngern und gleichzeitig immer reicher.

Jede Menge Gewürze. Foto: Vogl

Superfoods, ausgefallene Gewürze und wechselnde Food-Trends. Unsere Gesellschaft definiert sich immer mehr über Ernährung. Foto: Vogl

Noch nie haben wir uns so über unser Essen definiert wie heute. Vermutlich ist das auch eines der Probleme unserer Überflussgesellschaft. Denn die Lebensmittelvielfalt bietet uns die Möglichkeit, das auszudrücken, was wir sind bzw. viel mehr sein wollen: Vegan, Vegetarisch, No-Carb, Low-Carb, High-Carb, Zuckerfrei, Paleo, Ketogen, Flexitarisch, Pescetarier, Frutarier, Low-Fat oder High-Fat. Ja, was denn jetzt?

Gesunde Ernährung als Heilsversprechen

Auf der anderen Seite wird durchaus ein regelrecht säkulares Heilsversprechen gepredigt. So findet der Suchende im Netz Studien, die belegen, dass die für Veganer nicht wirklich geeignete Paleo-Diät (die „Steinzeit-Diät“ mit viel Fleisch) bzw. eine ketogene Ernährung (mit fast keinen Kohlenhydraten) gegen Krebs helfe, als auch gleichzeitig, dass Fleisch Krebs fördere und nur die streng vegane Ernährung in diesem Fall richtig sein kann. Die Ernährung als Selbsterlösung, als Garant für ein langes Leben. Nahezu unsterblich zu sein und möglichst selbst in der Hand zu haben, wann wir krank werden oder sterben. Gott, unsere Gene oder das an was auch immer wir glauben, auszutricksen. Wir glauben fest daran, dass wir unsere Gesundheit selbst beeinflussen können, wenn wir regelmäßig laufen, 2x die Woche ins Fitnessstudio gehen und blind den neuen Vorbildern folgen, die doch selbst mit ihrer Ernährung 20 kg abgenommen haben, Cholesterin verringert und gerade noch dem Tode entkommen sind. Das ist eben unsere Sehnsucht nach dem ewigen Leben, der Unsterblichkeit.

Spinat, Kiwi, Bananen: Die wichtigsten Zutaten für einen grünen Smoothie. Foto: Vogl

Green Smoothies sind, wenn man sie in Maßen genießt, gesund. Foto: Vogl

Super-Food, Pseudogetreide und die bösen Carbs

Bleiben wir noch bei religiösen Metaphern, die hinsichtlich unseres Essverhaltens sehr gut passen: Super-Food, Pseudogetreide oder der Veganismus bekommen einen Heiligenschein verpasst, während der Veganer alles Tierische bzw. der Keto-Anhänger die bösen Carbs wie der Teufel das Weihwasser meidet („Hat deine eklige Wurst eh nicht meine Zucchini berührt?“, „Burger mit Brot? Ich nehm Salatblätter als Ersatz – schmeckt so lecker, fast wie echtes Brot“). Und das Missionieren nicht zu vergessen: Echte Jünger predigen und missionieren und versuchen alle Verdammten von ihrer einen Ernährungsweise zu überzeugen. Manchmal gelingt es, meistens aber nicht.

2.) Clean Eating ist derzeit ja in aller Munde? Was genau versteht man darunter, woher kommt der Begriff?

Hinter „Clean Eating“ steckt eine uns allen bekannte, Jahrzehnte alte Ernährungsphilosophie: Die „Vollwerternährung“, die nun das Birkenstock -Image abgeschüttelt und ein modernes, genussvolles und sportliches Image mit wohlklingenderem Namen erhalten hat. Vorreiterin war die kanadische Ernährungsberaterin Tosca Reno, die mit ihrem Buch „The Eat-Clean Diet“ einen wahren Hype ausgelöst hat. Für „Clean Eating“ gibt es per se keine Definition. Und das finde ich auch ganz gut so. Fest steht nur, dass es darum geht, möglichst unverarbeitete, frische und naturbelassene Lebensmittel zu konsumieren und sich deshalb zwangsläufig wieder mehr mit dem zu beschäftigen, was man tagtäglich isst – gemäß dem Motto „Du bist was du isst“. Saisonal, biologisch, vollwertig und ohne Zusatzstoffe.

3.) Gibt es Regeln, an die man sich beim Clean Eating halten muss/soll? Was empfiehlst du Leuten, die mit Clean Eating starten wollen?

Die wichtigsten Regeln sind Frühstücken (und sei es nur in Form eines selbstgemachten Smoothie, für alle, die morgens keinen festen Bissen runter bekommen), genügend Wasser und ungesüßten Tee trinken (also auf Limos, Wasser mit Geschmack, Fruchtsäfte und zu viel Alkohol verzichten), die Zutaten checken (sind Zusatzstoffe und versteckter Zucker enthalten?) und auf naturbelassene Lebensmittel setzen: Je weniger verarbeitet ein Lebensmittel ist, umso besser.

Clean Eating = möglichst unverarbeite Lebensmittel. Foto: Vogl

Ein gesundes Frühstück gehört dazu, auch wenn es manchmal nur flüssig ist. Foto: Vogl

Ich habe meine Definition von einer „cleanen Ernährung“ in Form von 19 Vorschlägen zusammengefasst, die aber im Grunde der gesunden, ausgewogenen Ernährung entsprechen, wie ich sie auch meinen Klienten empfehle:

Auch hat sich bei den Clean Eatern durchgesetzt, lieber 5-6 kleine Mahlzeiten zu sich nehmen, als 2 große. Die Idee dahinter ist, dass man so weniger Heißhunger-Attacken fördert und der Blutzuckerspiegel konstant bleibt. Allerdings ist das individuell und sicherlich nicht für jeden ideal. Einfach mal ausprobieren.

Ernährungsprotokoll führen

Wenn man mit Clean Eating starten möchte, empfehle ich, zuerst mal ein Ernährungsprotokoll zu führen. Das geht ganz einfach: Dafür etwa eine Woche lang alles notieren, was man tagsüber zu sich nimmt. So gehe ich auch bei meinen Ernährungsberatungen vor: Zuerst wird der Status Quo erhoben. Auf Basis dessen geht’s dann ans Optimieren: Frühstücke ich? Bzw. was? Kann ich fertige Müslimischungen gegen cleane Haferflocken mit frischem Obst und Naturjoghurt austauschen? Trinke ich gerne Fruchtsäfte? Dann versuche ich doch mal eine frisch gepresste Zitrone oder Orange mit Leitungswasser stattdessen zu trinken bzw. generell mehr auf Leitungswasser bzw. stilles Wasser zu setzen.

Bewusster einkaufen und die Etiketten lesen

Wo setze ich Fertigprodukte ein? Was kann ich austauschen? z.B. ist es so leicht, die Fertig-Pizza gegen einen selbstgemachte Pizza einzutauschen oder die Fertig-Pastasauce gegen eine selbstgemachte Sauce, die ich portionsweise einfrieren kann. Wichtig ist es auch, eine Bestandsaufnahme der zu Hause gelagerten Lebensmittel zu machen: Einfach mal alle Etiketten genau studieren und auf Zusatzstoffe, Zucker, Salz und gehärtete Fette absuchen und gegebenenfalls aussortieren. Dasselbe Spiel im Supermarkt: Bewusst einkaufen, bewusst auf die Etiketten achten. Sich mal ganz bewusst mit dem auseinandersetzen, was man so tagtäglich zu sich nimmt.  

Clean Eating = möglichst unverarbeitete Lebensmittel

Auf den Tisch bzw. in den Kochtopf kommen wenn möglich nur natürliche, möglichst unverarbeitete Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Fleisch und Fisch – idealerweise aus biologischem Anbau, um somit gentechnisch veränderte Nahrung, Rückstände von Pestiziden, Herbiziden oder Fungiziden sowie Produkte aus Massentierhaltung zu vermeiden. Wer also viel selber kocht, auf Fertigprodukte und Zusatzstoffe bewusst verzichtet und auf Bio und Vollkorn setzt, ist schon auf dem besten Weg, ein echter Clean Eater zu werden.

4.) Welche Produkte sind nicht „clean“?

Eigentlich alle industriell gefertigten bzw. verarbeiteten Produkte mit Zusatzstoffen, (künstlichen) Aromen, Geschmacksverstärker wie z.B.

  • Produkte mit gehärteten Fetten, wie sie häufig in Chips, Pommes, Fertig-Cappuccino, Aufstrichen stecken: stattdessen setzen Clean Eater auf gesunde Fette in Form von kaltgepressten Pflanzenölen, Nüssen, Kerne oder Samen.
  • Produkte mit industriell hergestelltem Zucker bzw. künstlichen Süßstoffen. Clean Eater süßen vor allem mit Obst und Trockenobst bzw. greifen auch auf Kokosblütenzucker, Ahornsirup oder Honig zurück.
  • Weißmehl-Produkte sind für Clean Eater tabu, da sie im Prinzip nichts anderes als leere Kalorien sind und unserem Körper keine Nährstoffe bieten. Stattdessen wird auf Vollkornprodukte bzw. vor allem auf sogenanntes „Pseudogetreide“ (z.B. Quinoa, Amaranth, Buchweizen) gesetzt.
  • Fruchtsäfte aus Fruchtsaftkonzentrat bzw. aromatisiertes Wasser, Softdrinks, Limos und Energy Drinks.
  • Fertige Salatsaucen, Pasta, Fertig-Backmischungen, Packerl-Suppen bzw. Saucenbinder usw.
  • Fertig-Müslimischungen, die sich hinter einer scheinbar gesunden Packung verstecken, sich beim Blick aufs Etikett aber als Zuckerbomben schlechthin outen.
  • Fruchtjoghurt bzw. Molke- oder Joghurtdrinks, die voller Aromen, Konservierungsstoffen und Zucker stecken.
  • Wurst/Fleisch aus konventioneller Massentierhaltung

Finger weg von langen Zutatenlisten

Die Liste könnte ich noch weiter führen. Generell gilt: Verrät der Blick aufs Etikett eine ewig lange Zutatenliste mit Begriffen, die man nicht mal aussprechen kann, geschweige denn keine Ahnung hat, was dahinter steckt, FINGER WEG! Man könnte als kleine Faustregel auch sagen, dass die Zutatenliste nicht mehr als 5, 6 Zutaten haben sollte. Sind darunter aber 3 Zuckerarten, ist das Lebensmittel natürlich dennoch nicht clean.

5.) Wo kaufst du persönlich Biolebensmittel ein? Worauf achtest du?

Da ich es wie die meisten zum Wochenmarkt aus Zeitgründen meist nicht schaffe, gönne ich mir den „Luxus“ und habe mir von einem regionalen Bio-Bauern eine Gemüsekiste abonniert, die mir jeden Freitag nach Hause geliefert wird. Ansonsten kaufe ich mein Gemüse gerne im Bio-Laden bzw. zum Teil auch im Supermarkt. Generell bieten die großen Supermarkt-Ketten bzw. auch DM-Drogeriemarkt tolle Bioprodukte, die ich gerne kaufe. Trockene Bio-Zutaten wie Nüsse kaufe ich in großen Mengen online (z.B. bei keimling.de).

Auch wenn ich geschmacklich auf Kokosöl und Avocados (hier ist es umso wichtiger, auf Bio und nachhaltigen Anbau zu achten!) stehe und diese sehr regelmäßig einsetze und verzehre, achte ich auf möglichst regionale und vor allem saisonale Zutaten. Vorrangig aus ökologischen Überlegungen, aber sehr wohl auch aus gesundheitlichen Gründen: Der Kauf von regionalen Lebensmitteln bedeutet immer kurze Wege und somit ein geringer Nährstoffverlust dank der Ernte zum optimalen Reifezeitpunkt. Außerdem ist die Vorfreude auf die ersten heimischen Erdbeeren doch jedes Jahr wieder wunderschön! Da brauch ich keine wässrig schmeckenden Glashaus-Beeren.

TK-Ware hat oft mehr Vitamine als gelagerte Ware

Apropos Beeren: Ich ernte im Sommer die Johannisbeeren und Himbeeren aus unserem Garten und friere sie dann ein – somit habe ich bis in den Winter hinein frische Beeren für mein Frühstücksporridge. Wer keine Beeren im Garten hat, greift auf Tiefkühlware zurück. Bei Beeren unbedingt auf Bio-Ware achten. TK-Ware verfügt übrigens in der Regel über mehr Vitamine als die im Supermarkt längere Zeit gelagerte Ware. Also ein absoluter Tipp. Das mach ich übrigens auch, wenn ich z.B. Brokkoli oder Mangold kaufe, die ich nicht gleich in der ganzen Menge verarbeiten kann: Einfach in Röschen teilen bzw. die Blätter in mundgerechte Stücke reißen und ab ins Tiefkühlfach.

Heimisches Gemüse je nach Jahreszeit verkochen. Foto: Vogl

Saisonales Gemüse aus regionalem Anbau bevorzugen – ein Punkt worauf „Clean Eater“ achten. Foto: Vogl

6.) Wo holst du dir Inspiration für deine Arbeit? Verrätst du uns deine Lieblingsblogs oder Influencer zum Thema Ernährung?

Inspiration hol ich mir gerne aus diversen Zeitschriften (gerne internationale), diversen Kochbüchern (deren Rezepte ich dann auf „gesund“ abwandele), Pinterest, Instagram und natürlich von verschiedenen Blogs: Ich bin ein großer Fan von Delicously Ella – von ihrem Buch als auch von ihrem Blog auf deliciouslyella.com. Bei meinem letzten London-Trip musste ich natürlich in ihrem Lokal „The Mae Deli“ vorbeischauen und wurde auch hier nicht enttäuscht: Tolles Ambiente, super Essen und für London echt humane Preise.

Da ich selbst mehr oder weniger vegan lebe (ich bin Vegetarierin, die nur keine Kuh- und Schafsmilch verträgt – daher quasi vegan :-), kann ich auch den Blog von Nadine und Jörg „Eat this“ allen ans Herz legen, die mal vegane Rezepte ausprobieren und sich an den echt total gelungenen Food-Bildern der beiden Grafiker ergötzen wollen.

Ein ganz besonderer Food-Blog: Eat this! Foto: Screenshot https://www.eat-this.org/

Katharinas Blog-Empfehlung: Eat this, der Food-Blog von Nadine & Jörg. Foto: Screenshot https://www.eat-this.org/

7.) Wir veranstalten im März ja das erste BiolebensmittelCamp Deutschlands – welches Thema muss deiner Meinung unbedingt auf die Veranstaltungsagenda?

Ein Thema, das unbedingt auf die Agenda sollte, ist meiner Meinung nach deine erste Frage aus diesem Interview: Ernährung als neue Religion. Ich finde das ein sehr wichtiges und nicht unbedingt ungefährliches Thema. Ein Thema, das eigentlich der Bio- oder Clean Eating-Regel ziemlich widerspricht: Hier geht es schließlich um die Natur und das Natürliche, sich auf das Ursprüngliche besinnen, bewusst und mit Genuss essen – und nicht um die reine Inszenierung, Image und Selbstdarstellung. Auch wenn ich es selbstverständlich durchaus als positiv erachte, dass gesunde Ernährung plötzlich hip und in geworden ist.

Vielen Dank für das Interview und deine ausführlichen Antworten!